Der Bahnhof Werbellin-See
Auf Wunsch von Kaiser Wilhelm II. entstand Ende des 19. Jahrhunderts - rund zwei Kilometer vom Ortskern des Städtchens Joachimsthal entfernt und unweit des Nordufers des Werbellinsees gelegen - das Areal rund um den im Juni 1898 neu eröffneten "Bahnhof Werbellin-See" an der Bahnstrecke Britz - Templin - Fürstenberg. In seiner über einhundertjährigen Geschichte war er vielfältigen Wandlungen unterworfen.

Das gesamte Ensemble um 1910
Bild: Archiv Amt Joachimsthal
Der "Kaiserpavillon" - unser Kaiserbahnhof Schorfheide - bildet den Mittelpunkt des historischen Bahnhofsensembles. Mit seiner markanten äußeren und inneren Gestaltung, die die Vorliebe von Kaiser Wilhelm II. für die norwegische Architektur und für die Jagd widerspiegelt, zeigt er sich nach der im Mai 2010 vollendeten Rekonstruktion und Restaurierung als ein Schmuckstück in der Schorfheide.
In unmittelbarer Nähe des "Kaiserpavillons" wurde das Bahnhofsgebäude für das "gewöhnliche Volk" mit seinen Nebengebäuden errichtet. Mittlerweile nicht mehr für Bahnzwecke genutzt, befindet es sich jetzt im Privatbesitz und beherbergt unter anderem ein Atelier.
"Dritter im Bunde" war die Gaststätte "St. Hubertus" auf dem Bahnhofsvorplatz, die in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts den Flammen zum Opfer fiel. Der Wiederaufbau fand in einer sehr schlichten Bauweise statt; es folgten noch einige Erweiterungsbauten, die das heutige Aussehen prägen.